Pflegehotline des Landes Burgenland: +43 57 600 1000

Wege entstehen, indem man sie gemeinsam geht

Gute Betreuung in vier Schritten

1) Bedarf

  • Sie haben einen pflegebedürftigen Angehörigen, der Pflegegeld der Stufe 3 oder höher bezieht. (Informationen zum Verwandtsschaftsgrad finden Sie hier)
  • Dieser Angehörige ist damit einverstanden, dass Sie sie oder Ihn zu Hause betreuen
  • Sie können hier auf einen Blick sehen, ob eines der PSB-Anstellungsmodelle für Sie in Frage kommt
  • Es gibt drei Modelle auf Grundlage des Burgenländischen Sozialhilfegesetzes. Die Zahl der Wochenstunden sind fix mit der Pflegegeld-Stufe der pflegebedürftigen Person gekoppelt.

2) Beratung

  • Ihre ersten Ansprechpartnerinnen sind die burgenländischen Pflege- und SozialberaterInnen.
  •  Sie erreichen die Beraterinnen unter +45 57 600 1000 oder unter info(at)pflegeserviceburgenland.at.
  • Sie können sich am Telefon beraten lassen, sich in der Bezirkshauptmannschaft oder bei sich zu Hause einen Termin vereinbaren.
  • Folgende Unterlagen sollten Sie bereit halten, wenn Sie den ersten Termin mit Ihrer Beraterin haben:
    Pflegebedürftige Person: Einkommensnachweis (zB den Pensionsbescheid), den letztgültigen Pflegegeld-Bescheid, Staatsbürgerschaftsnachweis, gegebenenfalls Nachweis einer ErwachsenenvertreterIn oder eine Vertretungsvollmacht.
    Betreuende Person: Staatsbürgerschaftsnachweis, allenfalls Nachweis einer Ausbildung im Pflegebereich, ärztlicher Nachweis der Eignung zur Betreuung, aktueller Strafregisterauszug.
  •  Die Pflegeservice Burgenland GmbH prüft den Antrag auf Förderung vorab, was auch die Vorberechnung des Selbstbehaltes beinhaltet.
  • Sollten Sie weiterhin Interesse haben, vereinbart Ihre Pflege- und Sozialberaterin einen Termin am Hauptwohnsitz der pflegebedürftigen Person. Bei diesem Termin erhebt die Beraterin den tatsächlichen Betreuungsbedarf ("Assesment").
  •  Der Antrag ist eine Anlage der Förderrichtlinie. Gemeinsam kann vor Ort der Antrag auf Förderung ausgefüllt werden. Die Anträge nehmen ausschließlich die Pflege- und SozialberaterInnen entgegen. 

3) Bearbeitung

  • Nach abgeschlossener Vorprüfung übermittelt die PSB den Antrag und das Ergebnis der Vorprüfung samt Grundlagen für die Berechnung des Selbstbehaltes an das Amt der Burgenländischen Landesregierung (Abteilung 6 – Soziales und Gesundheit)
  • Sie werden schriftlich über die Entscheidung verständigt
  • Wenn die Entscheidung positiv ist, können Sie als namhaft gemachte Betreuungsperson in einen Dienstvertrag mit der Pflegeservice Burgenland GmbH (PSB) eintreten. Sie werden damit zum Dienstnehmer der PSB und beziehen ein Gehalt, 12 mal pro Jahr plus Sonderzahlungen ("13. und 14. Gehalt"). Wie jeder andere Angestellte sind Sie krankenversichert, unfallversichert und pensionsversichert. Sie haben auch Urlaubsanspruch.
  • Die betreuende Person muss zur Unterfertigung ihres Dienstvertrages mit der PSB persönlich nach Eisenstadt kommen. 
  • Die pflegebedürftige Person geht einen Vermittlungsvertrag mit der PSB ein. Die pflegebedürftige Person muss sich dabei unter anderem dazu verpflichten, monatlich den festgelegten Selbstbehalt einzubezahlen.
  • Der Vermittlungsvertrag muss von der pflegebedürftigen Person unterschrieben und an die PSB gesendet werden.

4) Betreuung

  • Ab dem Dienstantritt haben Sie 12 Monate Zeit, um die Grundausbildung zu absolvieren. Diese ist verpflichtend. Es entstehen für Sie dabei keine Kosten, diese übernimmt die PSB.
  • Die pflegebedürftige Person muss regelmäßige Unterstützungbesuche durch diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal in Anspruch nehmen. Diese müssen individuell organisiert werden. Die betreuende Person muss an den Unterstützungsbesuchen bei der pflegebedürftigen Person verpflichtend teilnehmen.
  • Für alle Fragen des Gehalts, des Dienstrechtes und ähnliches ist die PSB Ihr Ansprechpartner.

Sie haben Fragen?

Im persönlichen Gespräch erklären wir Ihnen gerne mehr. Informationen zu allen Schritten erhalten Sie direkt bei den burgenländischen Pflege- und SozialberaterInnen in den Bezirken. Sie erreichen die BeraterInnen telefonisch über die burgenländische Pflege-Hotline +43 57 600 1000 oder per Mail unter info(at)pflegeserviceburgenland.at. Die zuständigen BeraterInnen für alle burgenländischen Bezirke finden Sie hier.

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